ZEHN JAHRE LITERATURFEST 2017 - SCHÖNE AUSSICHTEN

 

An vielen Schauplätzen der Stadt ermöglicht das 10. Literaturfest Salzburg vom 17. bis 21. Mai 2017 unter dem Motto „Schöne Aussichten“ einmal mehr die Begegnung mit Literatur. Zahlreiche Lesungen, Musik, Gespräche, Diskussionen, Spoken-Word Formate und Textperformances auf öffentlichen Plätzen laden ein zum Zuhören und zum Nachdenken, in welche Zukunft wir gehen wollen. Eingeladen sind u.a. Emma Braslavsky, Kirsten Fuchs, Sabine Gruber, Bruno Ganz,  Joshua Groß, Guy Krneta, Julya Rabinowich, Franz Schuh, Cordula Simon, Anna Weidenholzer. An den Schaufenstern der Altstadt sind diesmal Texte des Salzburger Büchner-Preis-Trägers Walter Kappacher zu lesen.

„Erzählen und zuhören, gibt es einen freundlicheren, unterhaltsameren und klügeren Umgang miteinander? Kaum. Erzählen und zuhören war daher auch immer Motto und Praxis des Literaturfestes, das seit nunmehr zehn Jahren die Literaturfreunde Salzburgs zusammenbringt, sobald der liebe Mai gekommen ist“, so die Kuratoren Christa Gürtler, Jochen Jung und Klaus Seufer-Wasserthal. Literatur erzählt vom Leben. Von dem, was hinter uns liegt (uns aber nicht loslässt), dem, was wir gerade um uns herum und in uns drin wahrnehmen (wobei oft kaum Zeit zum Nachdenken bleibt), und dem, was vor uns liegt. Letzteres kann uns Angst machen, aber auch Hoffnung. Und manchmal macht es auch einfach Spaß, sich eine Zukunft auszudenken, wobei man der Phantasie freien Lauf lassen kann und Dinge gelingen, die tatsächlich phantastisch sind, sei es als technische Errungenschaft, sei es als Erlösung von allem Übel und Aufnahme in ein Reich der Seligkeit. Die schöne Aussicht ist allerdings weniger schön, wenn man sehen muss, wie aus dem kleinen Giraffenbaby ein Tyrannosaurus Rex wird.

 

Von all dem erzählt die Literatur, die sich in ihrer Unbegrenztheit barrierefrei in jede Richtung bewegen kann, solange sie ihre sprachlichen Mittel im Griff hat. Wenn das gelingt, eröffnen sich tatsächlich die schönsten Aussichten und wir verspüren ein Glücksgefühl, beim Lesen ebenso wie beim Vorlesen. Ist es doch der Sinn auch literarischer Schönheit, uns auf die Möglichkeit des Gelingens im Leben aufmerksam zu machen.

 

Dazu laden wir Sie zum zehnten Mal ein. Auch dieses Mal soll es ein Fest werden, und Feste feiert man gemeinsam.

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