Programm 2021

John Wray & Matthias Gruber
Lesungen und Gespräch

In seinem Erzählband Madrigal nimmt John Wray die Leser*innen mit in die irrlichternden Kopfwelten seiner Protagonistin, der Schriftstellerin Madrigal. Filmreife Horrorszenen, Vorstadtdepression und Reisebeschreibungen aus dem 19. Jahrhundert wechseln in schneller Folge. Sogar Donald Trump hat am Ende noch einen Cameo-Aufritt.

Von der ersten Seite an ist man gefangen in und von diesen Welten, deren Achse und Horizont stets verschoben erscheinen, ins Metaphysische, ins Abwegige. Daraus entwickeln die Texte eine eigene Logik, die Logik der Paranoia, die sich bekanntermaßen stets aus sich selbst begründet und fortschreibt.

Nach seinem gefeierten Auftritt während der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt legt John Wray nun seinen lange erwarteten, auf Deutsch geschriebenen ersten Erzählband vor – und präsentiert diesen zum ersten Mal in Salzburg.

 

Ebenso mit Schwere und Leichtigkeit zu spielen versteht der Salzburger Matthias Gruber. Er verbindet in seinen Texten realitätsnahe Charakterzeichnungen mit klugen, pointierten Inhalten. Damit gewann er u.a. den ,FM4-Wortlaut‘-Wettbewerb 2020.

 

Diese Veranstaltung wird auch live gestreamt (YouTube).

Der Livestream kann bis inkl. 30. Mai, 23:59 nachgesehen werden.

 

Anmerkung: Feridun Zaimoglu konnte pandemiebedingt seine Reise nach Salzburg nicht antreten, Lesung und Gespräch mit ihm findet online statt:

Feridun Zaimoglu – Die Geschichte der Frau – Literaturfest Salzburg (literaturfest-salzburg.at)

 

 

Die Bücher können Sie in der Rupertus Buchhandlung abholen oder kostenlos nach Hause liefern lassen:
John Wray, „Madrigal“

Wir empfehlen vorher in der Stadtbibliothek:
Fr, 28.5., 16:30
Zu.Texten – Neue Stimmen

Ticketreservierung

In Kooperation mit


Die Infantin trägt den Scheitel links
Performance

„Dort oben am Berg, da haust eine Familie, die haben eine Tochter, die sich Infantin nennt. Eine Kronprinzessin, die lauter rülpst als jeder dahergelaufene Stallbursche.“

Die Tänzerin und Choreografin Mirjam Klebel und die Schauspielerin Nicola Schößler verkörpern Generationen von kreischenden, trampelnden, gebärenden und sterbenden Menschen und Tieren – das vielgestaltige Personal des Romans ‚Die Infantin trägt den Scheitel links‘ (Jung & Jung 2020) von der Salzburger Autorin Helena Adler. Sie zerstückeln den Text und skizzieren ihn atmosphärisch nach. Zu dieser wild-zarten (Land-) Performance kreiert Ben Lageder den passenden Sound: zwischen Kinderlied, surrendem Gefrierschrank, der das gewilderte Fleisch enthält, und dem ‚Baywatch’ oder ‚Eine himmlische Familie’ plärrenden Fernseher.

Wenn die eigene Familie unerträglich wird, schleicht sich die Infantin in den Stall zu ihren Wolfshunden:

„Ich lerne meine Muttersprache neu, sie besteht jetzt aus Bellen und Knurren, während das menschliche Wort zugrunde geht.“

 

Performance / Stückentwicklung: Mirjam Klebel, Nicola Schößler, Ben Lageder
Team: Cornelia Böhnisch, Alex Breitner, Katharina Schrott

 

Weitere Aufführungen:

Tickets für die Aufführungen sind bei den jeweiligen Veranstaltern erhältlich.

 

„Die Infantin trägt den Scheitel links“ von Helena Adler basierend auf dem gleichnamigen Buch, erschienen im Verlag Jung & Jung  | Aufführungsrechte Thomas Sessler Verlag 

 

 

Das Buch können Sie in der Rupertus Buchhandlung abholen oder kostenlos nach Hause liefern lassen:

Helena Adler, Die Infantin trägt den Scheitel links

 

Ticketreservierung (extern)

In Kooperation mit